Name: Hans KlawatschEingetragen am 01.12.2008 um 11:30:41
Homepage: http://www.avantgarde-verlag.de
Sehr geehrter Herr Dr. WO,

schön wieder von Ihnen zu hören und Anerkennung für Ihre neue Webseite ...

Ich rufe mich mit meinen Seiten in Erinnerung:

www.avantgarde-verlag.de
www.gestaltungfmenschen.com
http://hansahas.blogg.de

Mal sehen, was ich noch so alles tun kann ...

Ihr Hans Klawatsch - Avantgarde



 
 
Name: Olaf GranstroemEingetragen am 01.11.2008 um 18:16:56
Homepage: -
Auf ihre Seite wurde ich durch einen Vortrag von Prof. Bernd Senf aufmerksam, der diese empfahl.

http://www.dailymotion.com/relevance/search/Bernd%2BSenf/video/x75y6c_prof-bernd-senf-tiefere-ursachen-de_news

Sehr aufschlussreich finde ich die optische Darstellung der Geldverteilung. So können auch weniger in das Thema Eingeweihte rasch erkennen, was hier gerade falsch läuft. Zwar bin ich ebenfalls Zinsgegner, aber Realist genug, um zu wissen, dass sich am herrschenden Geldsystem nichts ändern wird. Selbst ihren Vorschlag der Vermögensbegrenzung halte ich für utopisch. Denn die Herrschenden werden sich nicht ihre Macht aus der Hand nehmen lassen.

Zitat: "Unsere demokratische Verfassung gibt heute allerdings der Mehrheit der Bevölkerung (und nicht der “Mehrheit des Besitzes”) die Macht, das Problem rechtlich rechtzeitig anders zu regeln."

Glauben sie das wirklich? Weshalb werden unsere Rechte immer weiter eingeschränkt, wird der Überwachungsstaat weiter ausgebaut? Warum wurden 2004 von den Medien unkommentiert die Notstandsgesetze überarbeitet?

http://www.flegel-g.de/notstandsgesetz.html

Wie "ernst" Politiker die politische Beteiligung des Volkes nehmen, fasst dieser Artikel zusammen, der Volksentscheide und ihren Erfolg analysiert.

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28097/1.html

Ich habe Jahre meines Lebens mit politischem Engagement verschwendet. Für nichts und wieder nichts. Außer dem Gefühl des Ausgebranntseins. C.F. von Weizsäcker hatte einen weniger illusorischen Blick auf die Zukuft.

Carl Friedrich von Weizsäcker sagte in seinem letzten großen Werk 'Der bedrohte Frieden' 1983 Hanser-Verlag, innerhalb weniger Jahre den Niedergang des Sowjet Kommunismus voraus (er wurde ausgelacht). Seine Prognose, auf welches Niveau der Lohn zurückfallen würde, wenn der Kommunismus nicht mehr existiert, war schockierend.

Weizsäcker beschreibt die Auswirkungen einer dann einsetzenden Globalisierung, (obwohl es damals dieses Wort noch nicht gab) so wie er sie erwartete.

1. Die Arbeitslosenzahlen werden weltweit ungeahnte Dimensionen erreichen.

2. die Löhne werden auf ein noch nie da gewesenes Minimum sinken.

3. Alle Sozialsysteme werden mit dem Bankrott des Staatzusammenbrechen.Rentenzahlungen zuerst. Auslöser ist eine globale Wirtschaftskrise ungeheurer Dimension, die von Spekulanten ausgelöst wird.

4. Ca. 20 Jahre nach dem Untergang des Kommunismus, werden in Deutschland wieder Menschen verhungern.

5. Die Gefahr von Bürgerkriegen steigt weltweit dramatisch an.

6. Die herrschende Elite wird gezwungen, zu ihrem eigenen Schutz Privatarmeen zu unterhalten.

7. Um ihre Herrschaft zu sichern werden diese Eliten frühzeitig den totalen
Überwachungsstaat schaffen, eine weltweite Diktatur einführen.

8. Die ergebenen Handlanger dieses Geldadels sind korrupte Politiker.

9. Die Kapitalwelt fördert wie eh und je, einen noch nie dagewesen Nationalismus (Faschismus), als Garant gegen einen eventuell wieder erstarkenden Kommunismus.

10. Zum Zweck der Machterhaltung wird man die Weltbevölkerung auf ein Minimum reduzieren. Dies geschieht mittels künstlich erzeugter Krankheiten. Hierbei werden Bio-Waffen als Seuchen deklariert, aber auch mittels gezielten Hungersnöten und Kriegen. Als Grund dient die Erkenntnis, dass die meisten Menschen ihre eigene Ernährung nicht mehr finanzieren können, jetzt wären die Reichen zu Hilfsmaßnahmen gezwungen, andernfalls entsteht für sie ein riesiges, gefährliches Konfliktpotential.

11. Um Rohstoffbesitz und dem eigenen Machterhalt dienend, werden Großmächte Kriege mit Atomwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen führen.

12. Die Menschheit wird nach dem Niedergang des Kommunismus, das skrupelloseste und menschenverachtende System erleben, wie es die Menschheit noch niemals zuvor erlebt hat, ihr Armageddon. Das System, welches für diese Verbrechen verantwortliche ist, heißt 'unkontrollierter Kapitalismus'.

C. F. von Weizsäcker sagte (vor 25 Jahren), dass sein Buch, welches er als sein letztes großes Werk bezeichnete, mit Sicherheit von der Bevölkerung nicht verstanden würde und die Dinge somit ihren Lauf nehmen!

Das deutsche Volk bewertete er wenig schmeichelhaft wie folgt: Absolut obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage! Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwacht ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein, auch das was ihm noch helfen könnte.

Die einzige Lösung die Weizsäcker bietet, ist die Hoffnung: dass nach diesen unvermeidlichen Turbulenzen dieser Planet noch bewohnbar bleibt. Denn Fakt ist, die kleine Clique, denen diese Welt schon jetzt gehört, herrscht nach dem einfachen aber klaren Motto:
'Eine Welt, in der wir nicht das alleinige Sagen haben, die braucht es auch in Zukunft, nicht mehr zu geben'

Wie bereits oben erwähnt, Weizsäcker rechnete nicht damit verstanden zu werden. Auf die Frage eines Journalisten, was ihn denn am meisten stören würde, antwortete er: „mich mit einem dummen Menschen unterhalten zu müssen“.

Seiner Sicht auf die Zukunft, schließen sich auch heutige Zeitgenossen an. Wie Prof. Roubini: "Es ist der Anfang vom Niedergang des US-Finanz-Imperiums. Die Große Depression endete mit einem großen Krieg. Ich hoffe, dass das nicht passieren wird - aber im Moment sieht es wirklich düster aus".

Oder Julian Robertson: "Vollständiger globaler Zusammenbruch." Nicht einfach nur wirtschaftlicher Zusammenbruch, sondern vollständiger Zerfall der gesamten Infrastruktur und aller öffentlichen Strukturen, auch der Regierungen. Totaler, völliger Zusammenbruch. Das ist letzten Endes ein Kollaps in gigantischer, epischer Dimension.

"In 10 Jahren, sagte er, wird, wer auch immer noch auf diesem Planeten am Leben ist, wieder effektiv von vorn anfangen müssen."

 
 
Name: Axel P. WagnerEingetragen am 21.10.2008 um 00:19:23
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Zitat:
„Der Rechtszustand heute, wo es keine Grenze nach oben gibt, ist ein Pulverfaß. In der Geschichte ist das gleiche Problem immer nur durch Revolten, Revolutionen und Kriege “bereinigt” worden. Die kamen nie von heute auf morgen, sondern waren immer Ergebnis lang anhaltender und großer Unzufriedenheit (natürlich der Besitzlosen). Davon sind wir noch ein Stück weit entfernt. Unsere demokratische Verfassung gibt heute allerdings der Mehrheit der Bevölkerung (und nicht der “Mehrheit des Besitzes”) die Macht, das Problem rechtlich rechtzeitig anders zu regeln.“


Stimmt das tatsächlich?

Ist tatsächlich (Zitat) „in der Geschichte ... das gleiche Problem immer nur durch Revolten, Revolutionen, und Kriege „bereinigt“ worden.“ ?

Erinnern wir uns:

Weder der Reichsdeputationshauptschluß (1803), nicht diverse ‚kleinere’ Kriege, auch nicht der Erste Weltkrieg mit anschließendem Versailler Vertrag, oder gar der Zweite Weltkrieg mit den verheerenden materiellen Zerstörungen auf deutschem Boden (Hamburg, Dresden, Berlin, etc.), - von den angerichteten psychischen Schäden in den Köpfen der ‚umerzogenen’ Besiegten gar nicht zu reden – haben es zu ändern vermocht, daß ganze Landstriche Deutschlands im Besitz weniger Großgrundbesitzer verblieben sind.

Man schaue sich einmal die Flurkarten bzw. die Grundbücher an, die über die wahren Eigentumsverhältnisse an ‚Grund und Boden’ Auskunft geben.

Auch nicht der Zusammenbruch des „Ostblocks“ mit seinen ‚Errungenschaften des Sozialismus’ im Jahre 1989, nicht der Verlust von einem Drittel des Reichsgebietes oder ganz allgemein gesprochen „die ungezählten Millionen von Toten“ der gewaltigen Umwälzungen der vergangenen zwei Jahrhunderte haben es vermocht, an diesen ‚grund’legenden Besitzverhältnissen wesentliches zu verändern.

Ich möchte hier keine Namen nennen, machen Sie sich selbst einmal kundig, wem große Teile Bayerns, Württembergs, Westfalens, etc., tatsächlich gehören.
Sie werden nur wenige Namen finden.

Die Problematik wird übrigens schon von Goethe im Faust angesprochen:

MEPHISTOPHELES:
Ich kann es Euch so sehr nicht übel nehmen,
Ich weiß, wie es um diese Lehre steht.
Es erben sich Gesetz' und Rechte
Wie eine ew'ge Krankheit fort;
Sie schleppen von Geschlecht sich zum Geschlechte,
Und rücken sacht von Ort zu Ort.
Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage;
Weh dir, daß du ein Enkel bist!
Vom Rechte, das mit uns geboren ist,
Von dem ist, leider! nie die Frage.

Und da hoffen Sie (Zitat):

„Unsere demokratische Verfassung gibt heute allerdings der Mehrheit der Bevölkerung (und nicht der „Mehrheit des Besitzes“) die Macht, das Problem rechtlich rechtzeitig anders zu regeln.“

Mir kommen die Tränen.
 
 
Name: K.BüchlerEingetragen am 16.10.2008 um 11:47:19
Homepage: -
Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

per Zufall bin ich auf Ihre Seite gelangt und habe mich äußerst interessiert hineingelesen.
Gut, ich bin kein Wirtschaftswissenschaftler, auch kein Volkswirtschaftler, besitze aber guten Menschenverstand
und die Fähigkeit gelesene Fakten aus Zeitungen und Zeitschriften oder auch aus dem Fernsehen analytisch zu verarbeiten.
Insofern fiel es mir nicht schwer Ihre Thesen nicht nur zu verstehen sondern hierbei auch die eigenen Überlegungen bestätigt zu sehen.
Ich habe als Bauingenieur für öffentliche Auftraggeber gearbeitet und hier mit Kollegen, Unternehmern, Handwerkern, Direktoren und einfachen Angestellten oft über die eigentliche Arbeit hinaus, fast zwangsläufig,
auch politische Themen diskutiert und festgestellt, dass nahezu alle genau wissen wo in der Politik die Fehler begangen werden. Die Politiker sind meist nur die verlängerten Arme der Wirtschaft , siehe hierzu z.B. die halbherzigen Nichtraucherschutzgesetze!!!!!
Wir, die Masse, zu der ich auch gehöre sind die Dummen, aber müssen wir uns damit zufrieden geben?
Sie selbst sagen in Ihrem Nachwort:

„Warum lässt die Mehrheit in Deutschland es sich gefallen, dass eine Hand voll Leute sich nach und nach ganz Deutschland einverleiben und die breite Bevölkerung - trotz aller Anstrengungen - immer mehr nach unten driftet? Ganz einfach:

Weil die Menschen unwissend gehalten werden und selbst die Politiker oft nur Marionetten der Reichen sind, so wie etwa George W. Bush“ (Extrembeispiel)

Warum endet Ihr Nachwort an dieser Stelle????
Wäre es hier jetzt nicht an der Zeit an Lösungen zu denken?

Im Grundgesetzt ist verankert, dass die Macht vom Volke ausgeht!
Im Vorgenannten wurde aber festgestellt, dass dies in der Praxis nicht der Fall ist, sondern allein der Wirtschaft die Macht gehört, bzw. diese sie sich durch Unterwanderung der Politik angeeignet hat.
Ich sage trotzdem, das Volk besitzt eine große Macht, die Wahl, aber sie wird nicht wahrgenommen!!!!

Wenn jetzt Wahl wäre, wen würden Sie wählen?

In unserer Wahlkultur hat sich eine missliche Situation eingespielt. Hauptsächlich werden die großen Volksparteien gewählt, mal die eine mal die andere und das im lustigen Wechselspielchen.
Jetzt haben gezwungener Maßnahme beide eine Koalition , die auch nur Bullshit zu Wege bringt, gebildet.
Das muntere Wahl-Wechselspielchen funktioniert jetzt nicht mehr, haben ja schließlich beide versagt.

Also konsequent beiden die rote Karte zeigen!!

Aber wen wählen wir dann?
Hier die Lösung:

EINE NEUE PARTEI

…. deren Ziele die Bekämpfung des Meudalismus sind. Wenn man diese Ziele auf einfache Art und Weise der breiten Masse vermittelt, müßte es doch mit dem Teufel zugehen hier mittelfristig keine Mehrheiten zu erreichen. Das Medium Internet könnte hierzu hilfreich sein. Der Artikel im Spiegel Nr.:38 Seite 117 ff \"Der Sieg der Straße\" liefert hierzu Anregungen.
Im Untertitel heißt es hier: \"Die Internetschlacht um die mögliche US-Vizepräsidentin Sarah Palin war der vorläufige Gipfel einer revolutionären Form des Wahlkampfs. Die Politiker haben die Hoheit über die Kampagnen an einflussreiche Blogger verloren - und die sind überall.\"
Als einflussreiche Bloggerin sei hier Mayhill Fowler erwähnt.
Als Plattform gilt hier die Internetseite:
www.Huffingtonpost.com .
Wäre sowas nicht auch in Deutschland möglich?
Als Einstiegs Blog könnte doch wunderbar die im Zusammenhang der Finanzkriese getätigte Äußerung von Peer Steinbrück dienen, die Jahresgehälter der Bankenchefs, deren Institute von dem staatlichen Rettungspaket profitieren, auf 500.000,00 € zu begrenzen. Armer Josef Ackermann, bei einem Jahresgehalt von 13,98 Mio € würde dieser tief fallen.
Also worauf warten ?

Mit freundlichen Grüßen
Dipl.-Ing K. Büchler
 
 
Name: Friedemann WehrEingetragen am 11.08.2008 um 16:22:39
Homepage: -
... wie die alte Fastnacht: Mir fiel da noch was ein:
Sie sind einer der wenigen, die sich auch um die "Gläubigerseite" des Geldumlaufs Gedanken machen! Mein Lehrer war Wolfgang Stützel, einer der wenigen Nachkriegsvolkswirte, die analytisch was bewegt haben. Dessen Saldenmechanik (siehe u.a.: http://www.flassbeck.de/pdf/2000/gesamtwi.pdf) ist so genial einfach - und wahr. Leider gibt es nur wenige, nicht vom Meudalismus infizierte Vws, die sich nicht zum Büttel des Kapitals machen lassen (bestes Beispiel: Prof. (Un)Sinn).
Vieles ist erklärt, wenn man weiss, dass die Summe des Geldvermögens in der Welt NULL ist. Dies ist trivial und verblüfft auf den ersten Moment, aber es ist definitionsgemäß nicht anders, denn (da muss man nur doppelte Buchführung kennen) was beim Geldbesitzer auf der Aktivseite steht, ist beim Geldemittenten (Zentralbank) auf der Passivseite zu finden. Geld ist ja nicht mehr und nicht weniger ein gut handelbarer Schuldschein. Man redet gern (und viel Unsinn) über Staatsschulden. Aber bitteschön wo sind denn die Gläubiger? Schön, dass Sie dazu auch was sagen.
 
 


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