Name: Friedemann wehrEingetragen am 11.08.2008 um 14:27:31
Homepage: http://www.friedemann-wehr.de
Ich bin froh, dass es noch Menschen in Deutschlan gibt, denen nicht alles am Arsch vorbei geht. Ihr Monopoly-Modell müßte doch jedem einleuchten, oder nicht? Schade, dass so wenig Info im Internet verfügbar ist, die sich mit den Vermögensverhältnissen befasst. Gibt es irgendwo eine aktuelle Lorenzverteilungskurve?

Viel Erfolg. Ich gehöre zu Ihren "Fans"

Freundlicher Gruß
Friedemann Wehr
 
 
Name: Rainer SteinEingetragen am 11.07.2008 um 22:55:19
Homepage: -
Sehr geehrter Herr Dr. Wo,

ich habe Ihr Buch gelesen und bin beeindruckt mit welcher Genauigkeit das System von Ihnen entlarvt wird. Auch wenn ich zur Gruppe derjenigen gehöre die im Zins die Ursache für die Umverteilung von unten nach oben sehe, stimme ich Ihrer Meinung zu, dass nur eine Vermögensbegrenzung derzeit die Schere zwischen Arm und Reich so steuern lässt, dass alle was davon haben. Die Alternative wäre ein Wirtschaftssystem ohne Zins und ohne Kapitalanhäufung. Da bin ich jedoch Realist. Solch ein System wäre nur nach einem geistigem Evolutionssprung der Menschheit möglich. Diesen kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Und deswegen wird es nach dem nächsten Zykluswechsel auch wieder ein Zinssystem geben. Und genau dort sollten dann Ihre Vorschläge als Grundlage einer neuen Wirtschaftslehre festgelegt werden. Ob aber die dann Verantwortlichen wirklich ein Interesse daran haben die Vermögensbegrenzung einzuführen? Vielleicht sollten Sie ein Partei gründen, denn die aktuellen Parteien bieten hier keine wirklichen Lösungen an.
Ach ja, die Grundlage für Ihr System wäre aber trotzdem ein werthaltiges Geld. Solange das Geld per Knopfdruck in Form von Kreditschöfpung entstehen kann wird die Versuchung der Inflationierung einfach zu groß sein. Dies wiederum wird zwangsläufig zur Kapitalanhäufung führen usw.....
Beides bedingt somit in meinen Augen einander. Die Vermögensbegrenzung und ein werthaltiges Geldsystem, das nicht beliebig vermehrt werden kann. Wirtschaftswachstum kann man schließlich durch die Umlaufgeschwindigkeit des vorhandenen Geldes erreichen, dazu muss nun wirklich ständig neues Geld entstehen.

mit den besten Grüßen
Rainer Stein
Transparek Honorarberatung Ltd.
 
 
Name: dr. woEingetragen am 17.05.2008 um 13:45:39
Homepage: -
Sehr geehrter Herr Hempel,

Ihre Meinung zum Wirtschaftswunder in allen Ehren. Aber haben Sie gelesen, was der "Vater" des Wirtschaftswunders darüber schrieb? -> Nachwort

Es freut mich trotzdem sehr, dass Sie meine Seiten als Gewinn betrachten.

Mit freundlichen Grüßen
dr. wo
 
 
Name: Thomas HempelEingetragen am 16.05.2008 um 22:30:09
Homepage: -
Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

ich bin kein Meudalismusgegener und habe auch keine Abneigung gegen goße Vermögen in privater Hand, auch wenn ich selbst eher am anderen Ende der Gesellschaft zuhause bin und meinen Lebensunterhalt mehr schlecht als recht selbstverantwortlich bestreiten kann.
Wenn sich große Geldmengen für längere Zeit in privater Hand ansammeln, dann haben sich die Eigentümer in den meisten Fällen damit auch als sehr gute Geldverwalter qualifiziert. Die "Gier", dieses Geld zu erhalten oder noch zu mehren, schafft auch für die schwachen Mitglieder der Gesellschaft Arbeit und einen bescheidenen Wohlstand. In einer solchen Gesellschaft, entsteht aus einem total zerstörten Land, ohne Arbeitsplätze und ohne Zukunftschancen innerhalb von 10 Jahren ein Wirtschaftswunder mit steigendem Wohlstand und Gesundheitssystem für alle Bürger.
Was passiert, wenn man massiv und mit kleingeistiger, lobbyistischer Sicht, "korregierend" in diese Gesellschaft eingreift, das erleben wir seit dem Anfang der 70er Jahre.
Die meisten "Untaten" der Unternehmen und der Reichen, Billiglöhne, Massenarbeitslosigkeit und steigende Armut sind nur eine logische und berechenbare Folge der Umverteilungs- und Schuldenpolitik. Jeder weitere "korrigierende" Eingiff, wie zum Beispiel die Einführung des Mindestlohns, schafft an anderer Stelle wieder neue Probleme. Auch unser hochgelobter Exportüberschuß ist volkswirtschaftlich auch nicht anders zu bewerten als die Reparationsleistungen in der Weimarer Republik, da wir als Zinszahler für unsere Auslandsschulden und als EG Zahlerland und durch die Entwicklungshilfezahlungen (z.B. an China), zunächst ein Kaufkraftgefälle zwischen In- und Ausland schaffen.

Diese Zusammenhänge lassen sich natürlich nicht in Parolen darstellen, erfordern eine volkswirtschaftliche und weltwirtschaftliche Sichtweise.

Ihre Internetpräsenz zeugt von den Willen, abseits von Politiker- und Lobbyistengeschwätz, die Probleme sachlich zu analysieren und Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.
Lediglich bei der Beurteilung der FDP vermisse ich diesen sachlichen und konstruktiven Stil ein wenig.
Meiner Ansicht nach sind die Fehler der FDP hauptsächlich in der Rolle des kleinen Koalitionspartners der SPD und der Kohl-CDU begründet. Unter den etablierten Parteien erscheint sie mir aber noch als das kleinste Übel.

Ihre Internetpräsenz werde ich trotz einiger Meinungsdifferenzen als eine meiner Lieblingsseiten listen.
Da die Meinungsbildung erst mit dem Eintritt in eine Partei, eine Gewerkschaft oder eine andere Lobbyorganisation endet, kann man sich sicher auch noch ein wenig annähern.

Es ist 5 vor 12 und meiner Meinung nach stehen wir kurz vor einer Revolution. Wenn die Parteien nicht gebremst werden, dann werden sie sich im nächsten und kommenden Wahlkämpfen mit Wahlversprechen gegenseitig hochpokern. Nach einer solchen Aktion wird es dann krachen. Entweder weil die kommenden Regierungsparteien ihre Wahlversprechen nicht einhalten oder weil sie diese doch einhalten. Wenn sich die Politik nicht radikal ändert, dann wird die Revolution in den nächsten 10 Jahren "unerwartet" kommen, wie der Mauerfall. Die Revolution wird von den Schwachen der Gesellschaft ausgelöst und die Folgen lassen sich nicht absehen.

Ihre Homepage hilft vielleicht den Restverstand in unserer Gesellschaft zu wecken und ist vielleicht ein kleiner Schritt, der meine Visionen ad absurdum führt.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Hempel
 
 
Name: dr. woEingetragen am 14.05.2008 um 10:33:06
Homepage: -
Sehr geehrter Herr Wuesten,

vielen Dank für Ihre kritischen Hinweise.

Sie haben völlig Recht damit, dass Zinsen "leistungslose Einkommen" bewirken. Ich spreche lieber von Kapitaleinkünften oder von Einkommen aus der Arbeit anderer.

Es gibt drei Arten von "leistungslosen Einkommen": Zinsen, Unternehmensgewinne, Miet- und Pachtzinsen. Dabei sind nicht die Kapitaleinkünfte an sich die Ursache unserer Probleme, sondern allein deren riesige Anhäufung bei wenigen Menschen.
Lesen Sie bitte:
http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/5.htm
http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/zinskritik.htm
http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/reichtum.htm
Ausführlicher habe ich die Zinskritik in meinem Buch behandelt.

Mir wäre es lieber, die vielen Zins- und Geldkritiker im Lande würden ihre Energie auf eine Vermögensbeschränkung konzentrieren.

Mit freundlichen Grüßen
dr. wo
 
 


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